
Ab 2015 wird das Geothermie-Kraftwerk soviel umweltfreundlich erzeugten Strom liefern, das nicht nur die nächtliche Beleuchtung Traunsteins sichergestellt sein wird. Das Kraftwerk wird rund 10.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Und so wird das Kraftwerk funktionieren: Das etwa 150 Grad heiße Thermalwasser, das in Traunstein in 4.800 bis 5.900 Metern erwartet wird, gelangt durch eine Förderbohrung an die Oberfläche. Im Kraftwerk erhitzt es in einem Wärmetauscher ein niedrig siedendes Arbeitsmittel: Es entsteht Dampf, der eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.
Nach der Nutzung wird das Thermalwasser für die Nahwärme-Erzeugung genutzt, bevor es durch eine zweite Bohrung wieder in den Untergrund gepumpt wird, wo es sich wieder erhitzen kann. Dadurch wird sichergestellt, dass der Druck im unterirdischen Wasserreservoir gleich bleibt und ein Leerpumpen vermieden wird.